Förderprogramm „Tourismus in Bayern – fit für die Zukunft“ gestartet

In der vergangenen Woche ist das Sonderprogramm der Bayerischen Staatsregierung „Tourismus in Bayern – fit für die Zukunft“ gestartet, teilt das Kommunalunternehmen Strukturentwicklung Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm (KUS) mit. Mit rund 30 Millionen Euro soll die Tourismusbranche, welche hart von der Corona-Pandemie und den temporären Schließungen getroffen wurde, gezielt entlastet und bei Investitionen in die Bereiche Nachhaltigkeit, Zukunftsfähigkeit, Besucherstromlenkung und Digitalisierung sowie E-Ladepunkte unterstützt werden.

Bayern zählt zu den wichtigsten Tourismusstandorten in Deutschland, rund 600.000 Bürger erzielen ihr gesamtes Einkommen in dieser Branche. Mithilfe des Programms wolle man den Tourismus langfristig fit für die Zukunft machen, die Akzeptanz bei den Einheimischen weiterhin hochhalten und die Nachhaltigkeit vorantreiben, heißt es seitens der Staatsregierung. Die einzelnen Programmteile greifen ineinander und ermöglichen eine zeitnahe Umsetzung.

Gefördert werden Maßnahmen, die einem nachhaltigen, smarten, barrierefreien und ökologischen Tourismusstandort Bayern dienen. Hierzu gehören Investitionen in die Zukunftsfähigkeit kleiner und kleinster Beherbergungsbetriebe einschließlich einer Beratung zu potenziellen Schwächen. Darunter fallen unter anderem Maßnahmen zur Aufwertung des Innen- und Außenbereichs, zur technischen Modernisierung einschließlich der Software und die Erstellung von Webseiten, sowie Maßnahmen zur Barrierefreiheit. Die Förderung beträgt bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben von maximal 30.000 Euro.

Förderfähig sind ebenso Ausgaben für die Besucherstromlenkung und für die Erhebung touristischer Echtzeitdaten von touristischen Angeboten, Attraktionen oder Parkmöglichkeiten mit dem Ziel, diese den Nutzern öffentlich zur Verfügung zu stellen. Der Fördersatz beläuft sich auf bis zu 75 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben von maximal 10.000 Euro.

Im Rahmen der Verbesserung der digitalen Barrierefreiheit werden Status Quo-Analysen, eine begleitende Beratung und die abschließende Implementierung sowie Zertifizierung mit bis zu 75 Prozent bezuschusst. Ebenso soll der Ausbau der Elektromobilität durch die Förderung von E-Ladepunkten beschleunigt werden. Es erfolgt eine pauschale Festbetragsförderung mit jeweils 1.500 Euro für PKW- und 300 Euro für E-Bike-Ladesäulen, maximal jedoch 90 Prozent der förderfähigen Ausgaben.

Während des ersten Förderaufrufes stehen bis zu 12 Millionen Euro für die Klein- und Kleinstvermieterförderung sowie bis zu 3 Millionen Euro für die Förderung von E-Ladepunkten zur Verfügung. Anträge für die Besucherstromlenkung werden voraussichtlich ab 15. Oktober möglich sein.

 

Weitere Informationen zu den Fördervoraussetzungen und zur Antragsstellung unter: www.kus-pfaffenhofen.de/digitalisierung